Aprikosen wurden schon vor 5000 Jahren kultiviert. Die Armenier galten lange als die besten Aprikosenzüchter. Deshalb nannten die Römer diese Frucht Malum armenicum = armenischer Apfel. Die Gewinnung des wertvollen Kernöls mit seinem zarten Duft nach Marzipan hat eine lange Tradition; früher war es in der Hautpflege gerade in heißen Ländern sehr beliebt.
Aprikosenkernöl ist ein gut haltbares, nichttrocknendes Öl. Mit seinem hohen Anteil an der einfach ungesättigten Ölsäure, in Kombination mit der Linolsäure, pflegt es ausgezeichnet die Hornschichtbarriere und schützt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust. Es ist es ein exquisites Haut- und Massageöl. Seine Eigenschaften und seine Zusammensetzung ähneln dem Mandel- und dem Pfirsichkernöl. Unterstützt werden die Fettsäuren durch den hohen Anteil an gamma-Tocopherol. Hierin unterscheidet es sich vom Mandelöl, das fast ausschließlich alpha-Tocopherol enthält. Aprikosenkernöl ist besonders verträglich, passt gut zu allen Hauttypen und unterstützt wirkungsvoll die empfindliche, trockene, spröde und rissige Haut, denn es aktiviert den Hautstoffwechsel und unterstützt den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Auch die Babyhaut und die Altershaut profitieren davon. Erfahrene Kosmetikerinnen erzählten mir oft, dass das Aprikosenkernöl eine stumpfe und fahle Haut »zum Leuchten bringt« – das heißt, sie wird lebendig und frisch.
Zitiert nach Ruth von Braunschweig: Pflanzenöle. Über 50 starke Helfer für Genuss und Hautpflege!. Stadelmann Verlag, 2025. ISBN 978-3-943793-68-0 – Mit freundlicher Genehmigung des Stadelmann Verlags.