Rückblick NaturkosmetikCamp 2016

Foto: Dirk Holst


Auch 2016 waren wir dabei! Beim Naturkosmetikcamp, bei uns im schönen Allgäu!

In Oberjoch hatten wir mit 150 weiteren Teilnehmern ein wundervolles, inspirierendes und kommunikatives Wochenende verbracht. Zur Pre-Convention Tour hatten uns schon einige Teilnehmer vorab besucht und bekamen die Gelegenheit bei uns hinter die Kulissen zu schauen.

Auch die Ölpressung bei unserem Partner, der Allgäuer Ölmühle, konnten wir live begutachten und auch das superfrische Öl probieren! Im Panorama Hotel Oberjoch ging es dann am Freitag Abend erstmal los mit einem zünftigen Hüttenabend, tolle Location und eine super gute Stimmung.

Am Samstag ging es dann richtig los, der finale Session-Themenplan wurde vorgestellt und schon waren wir in der Diskussion.  Von der Zukunft der Naturkosmetikbranche über ethische Standards bis hin zur Verpackung von Kosmetikartikeln, über all diese Themen wurde am Samstag gesprochen.

Am Nachmittag hatte Veranstalter Wolfgang eine besondere Überraschung eingebaut. Nach dem obligatorischen Gruppenphoto durften wir Hans-Martin Beck lauschen, er führte uns in die Welt der spirituellen Tradition der Inkas ein und beschrieb uns mit seiner ruhigen und besonnen Art wundervoll was wir von ihr lernen können. Wer danach noch Muse hatte führte mit Hans-Martin noch ein Despacho durch, eine typische Wunsch-Zeremonie der Anden. Uns hat es jedoch in die Sauna gezogen.

Den Samstagabend ließen wir ausklingen bei einem leckerem Abendessen und Musik der Kerberbrothers.  Wir haben, wie immer, tolle Leute kennengelernt und super interessante Gespräche geführt, bis spät in die Nacht war die Bar gut besucht!

Am Sonntag durften wir unser Thema vorstellen, Mehrwert durch Wissenstransfer – Wirksamkeitsstudie von pflanzlichen Ölen. Eine tolle Diskussion ist aufgekommen und wir konnten alle tolle Ergebnisse mit nach Hause nehmen. Wir haben im NaturkostmetikCamp Blog berichtet!

Mit einer gemütlichen Abschlussrunde und einem lockeren Mittagessen wurde das Wochenende abgeschlossen. Mit viel Energie, tollen Begegnungen mit neuen und alten Freunden, spannenden Eindrücken und müden Augen haben wir es dann nach Hause geschafft und freuen uns auf nächstes Jahr!

Lesen Sie hier Nachbericht des Allgäuer Alpen Blog

Lesen Sie hier den Pressetext der Allgäu GmbH

 

Projekt Sheabutter aus Burkina Faso

Seit 2012 unterstützen wir bei AOT zwei Frauengruppen in Burkina Faso, welche unsere hochwertige rohe Bio-Sheabutter in Handarbeit herstellen. 2015 konnte ich mir auf meiner Reise dorthin selbst ein Bild von dem Land im Westen Afrikas und von der Herstellung der Butter machen.

Gold der Frauen

Sheabutter wird in Afrika auch "Gold der Frauen" genannt, weil Sammlung und Verarbeitung traditionell in Frauenhand liegen. Die Gewinnung bildet für Millionen von Frauen und Familien die Lebensgrundlage in einem der ärmsten Länder der Welt. Allein für unsere beiden Projekte sammeln dreitausend Frauen rund um die Hauptstadt Ouagadougou Sheanüsse. Die 10 bis 15 Meter hohen Bäume stehen auf dem privaten Besitz der Frauen und ihrer Familien und können über 100 Jahre lang Früchte tragen, sind also eine Sicherheit über Generationen hinweg.

Sheabaum

Herstellung

Nach dem Sammeln wird das Fruchtfleisch entfernt. Die Frauen kochen, trocknen und knacken die Nüsse zu Hause oder gemeinschaftlich auf dem Dorfplatz. Anschließend werden die Nüsse zu den Manufakturen gebracht. Jedes Projekt hat eine kleine Manufaktur. Die Herstellung dort geschieht über eine Vielzahl von Schritten, bei denen die Frauen von kleinen Maschinen bei der körperlich harten Arbeit entlastet werden.

Sheanusskerne

Die Nusskerne werden gewaschen, getrocknet, gebrochen, geröstet und gemahlen. Zum Schluss entsteht eine braune, körnige und dickflüssige Masse. Diese wird nun unter Zugabe von Wasser bis zu einer Stunde lang per Hand intensiv gerührt. Das kann ziemlich anstrengend werden. Auf dem Foto sieht man uns am Beginn der Prozedur.

Franziska beim der Sheabutter Herstellung

Die enthaltene Butter löst sich während des Prozesses, wird abgeschöpft und anschließend so lange gekocht, bis unsere rohe Sheabutter goldgelb leuchtet.

Fairer Handel, bei dem die Unterstützung am richtigen Ort ankommt

Es war eindrucksvoll, dies alles vor Ort erleben zu dürfen, und es war spannend, mit eigenen Augen zu sehen, was die Arbeit in Burkina Faso bedeutet. Beide Projekte sind als gemeinnützige Vereine tätig, daher sind alle Frauen Teil des Unternehmens, und die Unternehmensziele sind klar auf das Wohlergehen, die Armutsbekämpfung, die Ausbildung und die Förderung der Frauen gerichtet.

All das ist in einem Land wie Burkina Faso eine Herausforderung, jedoch konnte ich sehen, wie beispielweise durch die Eigenproduktion von Kosmetika und ein Schulprogramm wertvolle Arbeit geleistet wird.

Wir als AOT werden diese engagierten und beeindruckenden Frauen weiter unterstützen, indem wir ihnen faire Preise bezahlen, durch unsere garantierten Abnahmen Sicherheit und Vertrauen geben und auch bei ihrer Entwicklung helfen, wo wir helfen können.

© Franziska Breisinger 2015

 

Aktion „Allgäuer Bio-Brotzeitdose“


Unter der Schirmherrschaft von Landrat Anton Klotz und Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle erhielten rund 2000 Erstklässler an den Grundschulen im Oberallgäu und Kempten in der zweiten Schulwoche die „Allgäuer Bio-Brotzeitdose“ mit leckeren Bio-Produkten gefüllt.

Immer mehr Kinder kommen ohne Frühstück in die Schule. Diese Kinder sind merklich unkonzentrierter und zeigen allgemein schlechtere Leistungen.

Die Pack-Aktion wurde vom Bio-Ring Allgäu gemeinsam mit dem Naturkosthändler Axel Hüttenrauch organisiert. Sie erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Abfallzweckverband ZAK, der die Pausendosen spendete und verteilte. Der Inhalt wurde von Allgäuer Biogärtnern, Bäckereien, den Weltläden und Naturkostherstellern gespendet. Weiterhin wurde die Aktion vom Landkreis Oberallgäu, der Stadt Kempten, von Naturkostläden, Reformhäusern, dem Bund Naturschutz, der AOK, der Firma All Organic Trading (jetzt All Organic Treasures), der Fa. Töpfer und weiteren Unternehmen mit Sach- und Geldspenden unterstützt.

Termin der Aktion Oberallgäu:
Am 24.9.15 wurden die Boxen von Schülern der Montessorischule Kempten und Helfern im Kempodium in Kempten gepackt und am nächsten Tag an die Erstklässler verteilt.

Hintergrund zur Aktion „Allgäuer Bio-Brotzeitdose
Die wiederverwendbare Dose soll zum einen helfen, überflüssigen Pausenmüll zu vermeiden und zeigt außerdem anschaulich, wie ein gesundes Schulfrühstück aussehen kann: Sie enthält eine Möhre, einen Apfel, eine Scheibe Vollkornbrot, ein Müsli, einen Teebeutel, einen Brotaufstrich und etwas Süßes aus fairem Handel. Alle Lebensmittel stammen aus kontrolliert-biologischem Anbau. Eine Informationsbroschüre zur Aktion gibt Eltern und Lehrern praktische Tipps wie die Pausendose auch zukünftig gesund gefüllt werden kann, um den Kindern gesunde Ernährung mit Spaß zu vermitteln und ökologisches Bewusstsein zu schärfen.